Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

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  • Keine Sonnenflecken

Die Lichtkurven: H-alpha und GOES

Aus jedem Bild mit hinreichend guter Qualität (die gesamte Sonnenscheibe ist sichtbar, die Belichtungszeit ist kurz und das Bild ist scharf), wird die mittlere und die maximale Intensität bestimmt. Das Verhältnis aus diesen beiden Werten wird dann zusammen mit der Intensitätskurve des Sonnenlichtes im Röntgenbereich, gemessen von den GOES Satelliten, in ein Diagramm eingetragen.

Die blaue Kurve kommt vom GOES Satelliten und die rote Kurve ist das Maximum/Mittelwert Verhältnis in H-alpha. Unterbrechungen der Kurven sind dort, wo Bilder fehlen (H-alpha: Wolken, schlechte Qualität; GOES: kein Satellitensignal).

Am 2. November 2015 wurden 6 Flares beobachtet, diese sind deutlich in beiden Kurven sichtbar. Die Kurven korrelieren an diesem Tag nicht ganz, da einige Events am Sonnenrand bzw. knapp hinter dem Sonnenrand stattfanden, diese werden im Röntgenlicht empfangen aber sie scheinen nicht in H-alpha auf. Andere Events wiederum, wie z.B. um 8:30, 11:00 und kurz vor 14:00 scheinen nicht auf, da diese eine Fläche unterhalb vom 50 Microhemisphären haben und daher vom Algorithmus ignoriert werden.

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