Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

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  • Geringe Sonnenaktivität

100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie

Vor 100 Jahren, am 25.11.1915, hat Albert Einstein uns die Allgemeine Relativitätstheorie (ART) präsentiert. Bis heute ist die ART das beste Werkzeug um Objekte im Universum zu beschreiben. Die ART spiegelt das Genie Albert Einsteins wieder. In seiner Theorie beschreibt Einstein wie sich Massen im Universum alleine und zueinander verhalten und wie sich Raum und Zeit dadurch ändern. Die Gravitation wurde somit durch eine vierdimensionale Geometrie von Raum und Zeit neu beschrieben. 

Große Anhäufungen von Massen im Universum ändern die Raumzeit und somit auch den Weg eines Lichtstrahls durchs Universum (siehe Bilder).  Diese fundamentale Erkenntnis Einsteins wurde das Erste mal bei einer totalen Sonnenfinsternis beobachtet. Am 29. Mai 1919 als der Mond die Sonne verdeckte kam ein Stern zum Vorschein der eigentlich nicht sichtbar sein sollte. Er war genau um den Betrag, den Albert Einsteins ART vorhersagte, von seiner tatsächlichen Position am Himmel verschoben

Technologien die wir heute als selbstverständlich ansehen, wären ohne Einsteins ART nicht möglich. Unser Navi im Auto zum Beispiel wäre ohne ART ein etwas besserer Kompass, würde uns aber nie zum gewünschten Ziel bringen. Albert Einstein erhielt für seine ART nie den Nobelpreis. Den bekam er 1921 für die Beschreibung des photoelektrischen Effekts, der das Grundprinzip jedes CCD Sensors ist.

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