Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

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  • Geringe Sonnenaktivität

Sonnenhalo

Die derzeitige Wetterlage ermöglicht es, eine seltene optische Erscheinung am Himmel über der Kanzelhöhe zu beobachten. Sogenannte Sonnenhalos oder auch Sonnenringe, die durch Brechung und Spiegelung an den aus Eiskristallen bestehenden Teilchen der hohen Wolken (Cirruswolken in 8–10 km Höhe) entstehen. Die Ringe sind häufig weiß, manchmal aber auch farbig, wobei die Farbenfolge umgekehrt wie beim Regenbogen ist.

Man kann zwischen zehn Haloerscheinungen unterscheiden. Die häufigste Erscheinung ist der 22° Ring. Dabei handelt es sich um einen Ring, der vom Beobachter aus 22° entfernt von der Sonne verläuft (Bild 1). Um den Ring besser beobachten zu können, deckt man mit der Hand die Sonne ab. Häufig ist auch nur ein Teil des Ringes vorhanden.

Aufgrund der Helligkeit der Sonne kann es vorkommen, dass man nur zwei helle Flecke am Sonnenring (22° rechts und links von der Sonne) beobachten kann, diese nennt man Nebensonnen (Bild 2).

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