Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

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  • Geringe Sonnenaktivität

Warum waren die Sonnenflecken nur im Süden?

Sonnenflecken sind nicht gleichverteilt - es gibt ganze Zyklen in denen die Fleckenzahl in einer Sonnenhemisphäre überwiegt. Die Grafik vom SIDC (Solar Influences Data Analysis Center) zeigt dies deutlich für die vergangenen 5 Zyklen, in 2 davon überwiegte die Sonnenfleckenzahl in der Nordhemisphäre.

Auf den ersten Blick scheint es so zu sein, dass dieser Überhang sich wärend des Maximums umdreht. Aber Untersuchungen (z.B. Temmer et. al. Astron & Astroph. 447, 2006, pp. 735-743) haben ergeben, dass dieses Verhalten auf verschiedene Arten von Sonnenflecken zurückzuführen ist. Im Norden scheinen aktive Zonen immer wieder sehr viele Flecken hervorzubringen, wohingegen der Süden von langlebigen Gruppen dominiert wird.

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