Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

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  • Geringe Sonnenaktivität

25 Jahre Weltraumteleskop Hubble

Das wohl bekannteste Weltraumteleskop "Hubble" (HST – Hubble Space Telescope)  feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Es ist nach dem Astronomen Edwin Hubble benannt und wird in Kooperation von NASA und ESA betrieben. Das HST wurde am 24. April 1990 in eine Umlaufbahn um die Erde in 560 km Höhe gebracht. Seitdem umkreist es die Erde antriebslos mit ca. 8 km/s fünfzehn Mal pro Tag.

Hubble hat Instrumente zur Beobachtung im Infrarot, sichtbaren Licht und UV-Bereich an Bord. Der Hauptspiegel beträgt einen Durchmesser von 2,4 m. Dieser wurde zwar hochgenau geschliffen, aber leider etwas an der Sollform vorbei. Daher waren die ersten Aufnahmen von Hubble unscharf und es bedurfte einer Korrektur die man jedoch im Weltall durchführen musste. Die NASA entsandte dazu im Dezember 1993 das Space Shuttle Endeavour. Nachdem man das Teleskop eingefangen hatte verpasste man ihm quasi eine Brille. Seitdem sieht Hubble scharf und lässt Einblicke bis ans Rand unseres Universums zu. Später gab es weitere 4 Space Shuttle Missionen die Hubble einen Besuch abstatteten um es weiter zu Verbessern.    

Aufgrund der Reibung mit der Atmosphäre (die auch in 560 km Höhe noch gering voranden ist) verliert es sukzessive an Höhe bis es im Jahr 2024, wenn keine anderen technischen Probleme auftreten, in der Erdatmosphäre verglühen wird.

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