Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

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  • Geringe Sonnenaktivität

Erster Österreichischer Weltraumwetter Workshop

Zum ersten mal hat am 19.+20. März 2015 der “Österreichische Weltraumwetter Workshop” statt gefunden. Am Observatorium Kanzelhöhe haben sich dazu 7 VertreterInnen von verschiedenen Institutionen in Österreich, die sich mit dem Thema Weltraumwetter beschäftigen, getroffen. Neben der Universität Graz waren das Conrad Observatorium, die Seibersdorf Laboratories, sowie das Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vertreten. Während der 2 Halbtage wurden neueste Forschungsprojekte zum Thema Weltraumwetter vorgestellt, sowie diverse Services präsentiert, welche der Weltraumwettervorhersage dienen.

Neben der wichtigen Vernetzung zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung, wurde der Workshop auch dazu genutzt die Weltraumwetterwarnungen, wie sie derzeit etwa zu Flare-Ereignissen auf der Sonne unter weltraumwetter.at zu finden sind, zu erweitern. In Planung sind weitere Warnungen, zu Veränderungen des Magnetfeldes, sowie erhöhten Strahlungsdosen für Lang- und Kurzstreckenflügen aufgrund der variablen Sonnenaktivität. Die Warnungen basieren, neben den Sonnenbeobachtungsdaten des Observatoriums Kanzelhöhe, auf Magnetfeldmessungen des Conrad Observatoriums sowie Modellen zur kosmischen Strahlung der Seibersdorf Laboratories.

Bereits 2016 wird der nächste Workshop in Seibersdorf statt finden um diesen erfolgreichen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen österreichischen Forschungsinstitutionen weiter aufrecht zu erhalten. 

 

Die TeilnehmerInnen des 1.Österreichischen Weltraumwetter Workshops vor dem Observatorium Kanzelhöhe

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