Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

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  • Geringe Sonnenaktivität

Perseiden

Die ersten Perseiden (Laurentiustränen) sind schon auf dem Weg.

Die Erde kreuzt regelmäßig Mitte August einen Schwarm von Auflösungsprodukten des Kometen Swift-Tuttle. Dieses Jahr soll der Höhepunkt vom 11. bis zum 13. August dauern. Perseiden heissen sie deshalb, weil der Radiant (2. Abbildung) scheinbar im Sternbild Perseus liegt. Die Bezeichnung Laurentiustränen kommt vom Laurentiusfest am 10. August, das mit dem Auftreten der Perseiden zusammenfällt. Am letzten Wochenende konnte die NASA mit ihrem All Sky Fireball Network (siehe Bild) bereits 5 Perseiden aufnehmen. Zum Maximum werden 30 bis 120 Meteoren pro Stunde erwartet. Ungünstigerweise ist am 10. August Vollmond, sodass die Sichtbarkeit sehr stark eingeschränkt sein wird. Es empfiehlt sich daher schon Ende Juli/Anfang August die Perseiden zu beobachten. Die beste Beobachtungszeit liegt etwa zwischen 2 Uhr und 4 Uhr, auch wenn Perseus erst um 6 Uhr kulminiert, kurz danach beginnt es schon zu dämmern.

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