Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

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  • Geringe Sonnenaktivität

Durchlässigkeit der Atmosphäre

Die Atmosphäre der Erde ist nicht im gesamten Bereich des elektromagnetischen Spektrums durchlässig. Zum Glück! Die, für den Menschen gefährliche, hoch energetische Strahlung (Gamma- und Röntgenstrahlen) wird in einer Höhe von etwa 50km abgeschirmt, wohingegen das sichtbare Licht (400nm - 780nm) und Radiosignale den Erdboden erreichen können.

Der Grund für die Absorption der elektromagnetischen Strahlung liegt in der Zusammensetzung der Luft. So absorbieren oder streuen beispielsweise Wasserdampf, Kohlendioxid (CO2) oder Ozon bestimmte Wellenlängen, welche dann nicht auf die Erde gelangen.

Sogenannte "atmosphärischen Fenster" ermöglichen uns erst einen atemberaubenden Blick auf den Sternenhimmel. Auch Astronomen untersuchen das Universum vom Boden aus und das nicht nur im sichtbaren Bereich des Lichts, sondern auch mittels Radioteleskopen.

Für die Erforschung des Alls in kürzeren Wellenlängenbereichen sind jedoch Weltraumteleskope notwendig. In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Weltraumteleskope ins All geschossen, mit deren Hilfe beispielsweise die Sonne untersucht wird. Durch die Beobachtungen im Gamma- und Röntgenbereich wurden weitere wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die Sonne gewonnen.

J. Hinterreiter

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